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Elefant im Zoo Pyramide in Veracruz Sonne durch Wolken Junge gestylt

Objektivmerkmale

 

Kein Kameraobjektiv ist so anpassungsfähig wie das menschliche Auge. Aber es gibt Objektive, die mehr Details erfassen, als das menschliche Auge aufnehmen kann. Das geeignete Objektiv zu wählen und es voll auszunutzen setzt voraus, dass man über grundlegende optische Eigenschaften Bescheid weiß.


 

Brennweite und Bildwinkel

Der Fotograf, der ein Objektiv wählt, muss dessen Brennweite kennen - der Abstand hinter der Linse, in dem ein scharfes Bild entsteht, wenn das Objektiv auf Unendlich eingestellt ist - und die Wirkung, die sie auf die Aufnahme ausübt. Je länger eine Brennweite ist, desto größer wird das Objekt abgebildet. Wenn z. B. ein 50 mm Objektiv ein Objekt 3 mm groß bringt, ergibt ein 100 mm Objektiv eine 6 mm große Abbildung bei gleichem Abstand und verringert dementsprechend den Bildinhalt. Also bildet ein 25 mm Objektiv doppelt so viel ab wie ein 50 mm Objektiv, aber das betreffende Motiv eben nur halb so groß.

Allgemein nennt man ein Objektiv, dessen Brennweite etwa der Diagonale des Sensorformats entspricht "Normal-" oder "Standard-" Objektiv. Die Diagonale des Kleinbildformats 24 x 36 mm ist etwa 45 mm. Daher (vor allem aus historischen Gründen) werden Objektive in Kameras mit Brennweiten zwischen 45 und 55 mm als Standard-Objektive bezeichnet. Die Diagonale des 6x6 cm Films lag bei 85 mm; für dieses Format waren 75 bis 85 mm Standard. Objektive mit kürzeren Brennweiten als der des Standards heißen Weitwinkel, während die mit längerer Brennweite als Teleobjektive bezeichnet werden. Früher galt also ein 85 mm Objektiv für Kleinbildfilm als Tele-Objektiv, während ein 50 mm Objektiv für 6x6 Format ein Weitwinkel war.

Man kann aber auch vom Bildwinkel ausgehen, den ein Objektiv erfasst. Ein Standard-Objektiv erfasst - ohne Rücksicht auf das Fotoformat - einen Winkel von 45° bis 55°. Tele-Objektive erfassen Bildwinkel von 30° bis 2°, Weitwinkel einen Bildwinkel von 70° bis 180°.

Der Maßstab der Aufnahme ist auf zwei Arten beeinflussbar, entweder durch Änderung des Abstandes zwischen Kamera und Objekt oder indem man die Brennweite ändert. Ein 2 mm groß abgebildetes Objekt kann man auf 4 mm bringen, wenn man die doppelte Brennweite benutzt oder den Abstand halbiert; doch ergeben beide Maßnahmen verschiedene Resultate. Damit bieten sich dem Fotografen große Gestaltungsmöglichkeiten. Verschiedene Objektive ergeben verschiedene Perspektiven. Weitwinkel dehnen den Abstand zwischen Objekt und Hintergrund aus, Tele-Objektive verkürzen ihn.

 

Schärfentiefe und Blende

Die Lichtmenge, die durch das Objektiv zum Sensor bzw. Film gelangt, wird mit der Blende verändert. Man kann sie öffnen, sodass viel Licht hindurch tritt, oder bis auf eine kleine Öffnung schließen, um die Lichtmenge zu vermindern. Aber die Größe der Blendenöffnung ist nicht nur hinsichtlich der Belichtung wichtig, sondern auch weil sie festlegt, wie weit die Schärfentiefe reicht oder den Aufnahmeabstand bestimmt, bei dem das ganze Bild scharf erscheint.

Die Blenden werden mit den Blendenzahlen bezeichnet, die von höchster Lichtstärke (Blende 1) bis zu kleinster Öffnung von zum Beispiel 44 reicht, dazwischen liegen die Zahlen 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32. Von einer Blendenzahl zur nächstgrößeren gelangt jeweils nur noch die Hälfte des Lichts durch die Öffnung, von einer Blendenzahl zur nächstkleineren wird die Lichtmenge jeweils verdoppelt. Blende 2 braucht doppelte Belichtungszeit gegenüber Blende 1,4 und halbe Belichtung gegenüber Blende 2,8 bzw. ein Viertel der Belichtung von Blende 4. Werte zwischen den Blendenzahlen sind wie folgt einzustellen: 1,2 - 1,8 - 3,5. Ein typisches 50 mm Objektiv für normale Bilder hat Blendenzahlen von 2 - 16 und wird mit "1:2/50 mm" charakterisiert.


Objektive, deren Frontlinse im Verhältnis zur Brennweite groß ist, werden als "lichtstark" bezeichnet und sind sinnvoll, wenn bei wenig Licht kurze Belichtungszeiten notwendig sind.

Wird ein Objektiv auf einen bestimmten Abstand eingestellt, werden nur Objekte in diesem Abstand mit höchster Schärfe wiedergegeben, wenngleich auch Objekte davor und dahinter noch genügend scharf erscheinen. Drei Faktoren bestimmen die Schärfentiefe, also die Zone, auf die das Objektiv scharf eingestellt ist: die Brennweite, die eingestellte Blende und der Aufnahmeabstand. Die Schärfentiefe nimmt zu, wenn die Brennweite des Objektivs kleiner ist, wenn weiter abgeblendet wird und wenn der Aufnahmeabstand größer ist. Sie nimmt ab bei längerer Brennweite, bei größerer Blendenöffnung und wenn das eingestellte Objekt näher an der Kamera ist.

Nächstes Kapitel: Weitwinkelobjektive

Nächstes Hauptthema: Licht und Farbe verstehen

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